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M E I N E E r f a h r u n g m i t S t r a s s e n k i n d e r
Von September 1999 bis Juli 2000 ging ich über die “Commissie Samen” nach Indien, ein Schritt ins Unbekannte. Ich dachte, es wäre fantastisch, für ein halbes Jahr lang in einem Projekt mitzuleben und so die Möglichkeit zu haben, eine andere Kultur, Natur und ein anderes Leben kennenzulernen. Ich habe nie gedacht, daß ich anderen Menschen helfen könnte, aber mit ihnen zu leben wurde für mich eine unvergessliche Erfahrung, für mich wie auch für die Leute dort. Die ersten drei Woche nach meiner Ankunft habe ich mich einfach nur umgesehen und mich mit den verschiedenen Einrichtungen des Projekts vertraut gemacht. Auf diese Weise konnte ich mich an das Essen und die Leute gewöhnen; und genauso konnten die Jungen und Mitarbeiter mich kennenlernen. Überall, wo ich hinkam, die meisten Leute wussten, daß ich einfach Mark von Holland bin, war es Zeit für den nächsten Schritt im Integrationsprozess.
Wir haben zusammen gespielt, gemalt,
mit Lego gebaut, eine Menge geschrien und geweint, aber vor allem viel
gelacht. Meine Zweifel an meiner Fähigkeit zu unterrichten, schwanden
schnell durch die Begeisterung der Jungen, etwas zu lernen. Sie sind
begierig, wollen alles von dir wissen und haben eine kaum zügelbare
Energie. Und wenn es mal passiert ist, das ich nicht wusste, was wir
tun können, hatten sie immer eine tolle Idee für ein gutes
Spiel bereit. Oder, wenn wir an manchen Nachmittagen gar nichts tun wollten,
war das auch kein Problem. Diese Jungen, ohne Eltern (oder ohne akzeptable
Eltern), die oft nicht die geringste Idee haben, von woher sie eigentlich
kommen, sind zu meinen kleinen Brüdern geworden, jeder Einzelne.
So war mein Spitzname schnell gefunden: Mark-Bruder… Diese Gesichter
haben sich immer noch in meinem Kopf tief eingeprägt und ich fand
es sehr schwierig, sie wieder zu verlassen. Die Fröhlichkeit, die
sie jeden Morgen, wenn sie mich sahen, zeigten, war berührend. So oft denke ich an sie. Und dann merke ich, wie sehr sie mich bereichert haben mit ihren Enthusiasmus zu leben, das Unbekannte kennenzulernen, das Beste daraus zu machen, aber vor allem viel zu lachen, abende und Nächte lang… Mark Bos |
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