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S t r a s s e n k i n d e r
Straßenkinder sind überall in Indien zu finden und die Problematik wächst zunehmend. Nach Außage von UNDP (United Nations Development Program - Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen) hat Indien die höchste Anzahl an Straßenkindern weltweit. Mindestens 18 Millionen Kinder leben und/oder arbeiten auf der Straße. Und selbst diese Schätzung ist wahrscheinlich noch weit von der Realität entfernt…
Die meisten Straßenkinder haben noch Kontakt zu ihren Eltern, gehen am Abend nach Hause und arbeiten für das Familieneinkommen. Kinder, die richtig von zu Hause weggelaufen sind und den Kontakt zur Familie gänzlich abgebrochen haben (wie die Kinder, die in Navajeevan unterkommen), tun das, weil sie körperlich missbraucht wurden, weil sich niemand um sie gekümmert hat und/oder weil sie ihre Eltern verloren haben. Einmal auf der Straße, suchen sie die Gemeinschaft mit den anderen Straßenkindern und versuchen, so gut wie möglich zu überleben. Vielen Umfragen belegen, daß Straßenkinder das Leben auf der Straße besser finden als die schwierigen Umstände zu Hause. Sie genießen ihre Freiheit, haben mehr Möglichkeiten zum Spielen und oft auch mehr zu essen und weniger Stress. Trotzdem - das Leben auf der Straße bringt auch negative Einflüsse mit sich, wie z.B. auf die Gesundheit. Oft leiden Straßenkinder unter gesundheitlichen Problemen wie Typhus, Ruhr, Hautkrankheiten, Schnitten oder Wunden, die sie sich bei Kämpfen oder während der Arbeit zugezogen haben. Viele Kinder leiden an allgemeiner Unterernährung und speziell am Fehlen angemessener Kost (Proteine, Vitamine, Eisen und andere wichtige Nahrungsbestandteile) mit allen Folgen, die dadurch hervorgerufen werden. Neben dem eben beschriebenen gesundheitlichen
Problemen leiden viele Kinder an den Folgen ihres Lebensstils – z.B.
an Problemen, die durch die Verwicklung in die Prostitution entstehen:
als Prostituierter (auch Jungen prostituieren sich) oder als Konsument,
wo eine hohe Gefahr von Geschlechtskrankheiten und/oder AIDS besteht.
Meist gedrängt von ihren Freunden, beginnen die Kinder den Missbrauch
von Drogen, Alkohol und/oder Tabak. In Vijayawada gibt es ca. 25.000 Straßenkinder.
Weil Vijayawada’s Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt der Fernverkehrszüge
ist, landen hier besonders viele Straßenkinder. Schätzungsweise
kommen jeden Tag 10 bis 12 neue Kinder am Bahnhof von Vijayawada an.
Das sind ungefähr 350 Kinder jeden Monat! Zum Glück kreuzen
sich die Wege vieler Kinder mit dem Straßenpräsenz-Team von Navajeevan.
Dieses versucht so schnell wie möglich, Kontakt zu den Familien
der Kinder aufzunehmen, so das viele zu ihren Familien zurückkehren
können. Ende 2001 konnten 80% der
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